Obwohl die Grundgebühren und auch die Minutenpreise im Mobilfunk in den letzten Jahren erheblich gefallen sind, gibt es einen Trend zu immer teureren Mobilfunkverträgen bei den Prepaid-Tarife. Schuld daran sind natürlich die oft angebotenen Flatrates und großen Datenpakete für den mobilen Internetzugang, aber auch das Smartphone selbst trägt dazu bei. Smartphones sind eine Art Statussymbol geworden und werden von den Kunden öfter ausgetauscht, als noch vor ein paar Jahren. Da neue Geräte oft zwischen 800 bis zu 1.000 Euro kosten, entscheiden sich immer mehr Kunden diesen Kaufpreis über die monatlichen Gebühren ihres Mobilfunkvertrages zu bezahlen. Besonders Geräte der

Marken Apple und Samsung werden dabei häufig finanziert. Der Mobilfunkvertrag hat sich auf diese Art zu einem kleinen Kreditvertrag entwickelt, mit dem die Kunden den Preis für ihr Smartphone in kleinen Raten monatlich abbezahlen. Wie nützlich dies eigentlich ist, lässt sich schwer beantworten. Teure Smartphones werden oft mit Verträgen erworben, die zahlreiche Flatrates und andere Dienstleistungen enthalten. Ob der Kunde diese Zusatzleistungen eigentlich benötigt, spielt dabei keine Rolle. Da die Mobilfunkbetreiber die Geräte, die sie subventioniert an ihre Kunden abgeben, in großen Stückzahlen kaufen, bezahlen sie dafür auch einen deutlich geringeren Betrag, als sie beim Kunden angeben. Kunden, die ansonsten im Bereich Mobilfunk sehr preisbewusst sind, schauen bei Verträgen, die wegen dem Erhalt eines neuen Smartphones abgeschlossen werden, nicht so genau auf den Preis und sind auch bereit, teils deutliche Aufschläge für Mobilfunkverträge zu zahlen, wenn sie dazu ihr Wunschgerät erhalten. Auch dann, wenn die Gesamtkosten für solche, auf 24 Monate abgeschlossenen Verträge deutlich über dem Kaufpreis des Smartphones und einem normalen Mobilfunkvertrag liegen.